Sommercamp in Moldawien

Kishinev
Moldavien
Aktives Projekt

Das jährlich stattfindende Camp findet bei den einkommensschwachen Familien grossen Anklang. Mit der Finanzierung des Sommercamps bietet Lifeline vielen Jugendlichen, darunter auch Jugendlichen mit Behinderungen ein paar schöne, interessante und lehrreiche Ferienwochen.

Moldawien gilt als "Armenhaus" Europas. Es ist deshalb leicht verständlich, dass sich viele Familien kaum einen Ferienaufenthalt für ihre Kinder leisten können.

So entstand bei Lifeline vor zehn Jahren, in Zusammenarbeit mit Jüdischen Kulturzentrum in Kishinev die Idee, ein Sommercamp für Kinder aus bedürftigen Familien durchzuführen.

Moldawien verfügt über eine langjährige und eindrucksvolle jüdische Geschichte. Das Jüdische Kulturzentrum, benannt nach dem jiddischen Schriftsteller Itzig Manger befindet sich im Keller der ehemaligen grossen Synagoge von Kishinev. Seit vielen Jahren bringt es das jüdische Leben in der Stadt wieder zum blühen.

Das Sommercamp, an welchem auch behinderte Jugendliche teilnehmen, bietet nebst Ausflügen, Sport, künstlerischem und musikalischem Unterricht auch Zugang zu der jüdischen Geschichte und Kultur Moldawiens

Projektstatus

Ausgangslage

Ausgangslage

Familien mit einem monatlichen Durchschnittseinkommen von ca. 150 Euro und Pensionen überschreiten selten den Betrag von 90 Euro pro Monat. Viele Familien können deshalb ihren Kindern kaum  Ferien leisten.

Ziel

Ziel

Das Sommercamp wird jedes Jahr durchgeführt. Es bietet den Jugendlichen Ausflügen, Sport, künstlerischem und musikalischem Unterricht auch Zugang zu der jüdischen Geschichte und Kultur Moldawiens.

Aktueller Stand

Aktueller Stand

Trotz Corona fand im Jahre 2020 das Sommercamp zum 10. Mal statt. Es dauerte sechs Wochen, 93 Kinder nahmen teil, davon 15 Behinderte.

Projektinformationen

Zehnjähriges Jubiläum

Autor
R.
Guggenheim
Datum
20.8.2020

Wie geplant startete das Sommerlager zum 10. Mal am 8. Juni 2020. Aufgeteilt in vier Gruppen von 15-20 Kindern trafen sich die Kinder unter strengsten Sicherheitsmassnahmen und Teilnahme eines Arztes täglich spannenden Aktivitäten, wie Zeichnen, Keramik, Sport, Tanzen, Kochen sowie Kursen in jüdischer Religion, Geschichte und Kultur sowie in Hebräisch und Jiddisch. Auf diese Weise konnte das Camp während sechs Wochen 93 Kindern (2019: 123), davon 15 behinderten Jugendlichen unterschiedlichen Alters spannende und anspruchsvolle Ferienwochen bieten.

1. Sommercamp öffnet seine Tore

Autor
R.
Guggenheim
Datum
23.9.2010

Endlich ist es soweit! Das 1. Sommercamp des Jüdischen Kulturvereins öffnet seine Tore zum Start eines vierwöchigen Ferienerlebnis für Jugendliche aus minderbemittelten Familien. Unter Beteiligung von 12 behinderten Kindern unterschiedlichen Alters und vielen freiwilligen Mitarbeitern treffen sich 70 Kinder, um ihre kreativen Talente und ihr inneres Potenzial in Workshops voll entfalten zu können und ihr Interesse - während vielen Ausflügen zu natürlichen und historischen Sehenswürdigkeiten im Land - zu stillen. «Wir gehen dorthin», meint ein Lehrer, «wohin weder Eltern noch Lehrer die Kinder jemals führten - auf den Wegen der jüdischen Geschichte und Kultur Moldawiens.» Freitags findet jeweils unter Beachtung aller Traditionen ein Schabbat sowie ein Wettbewerb statt, bei dem die Kinder beweisen können, was sie ihres Aufenthalts im Camp gelernt haben.

Ansprechpartner

Raymond M. Guggenheim
«Ich möchte mich sehr bedanken, dass es in Kishinew eine solche Gelegenheit gibt, von klein auf in die jüdische Geschichte, Kultur, Literatur einzutauchen und sich als Teil der jüdischen Gemeinde zu identifizieren. Ich würde mir wirklich wünschen, dass dieses Camp länger dauert, es ist einfach wunderbar!» (Marina, 13 Jahre)